Workshop Cyberpeace

Projektbeschreibung

Die zunehmende Bedeutung und Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) stellt die Friedenswissenschaft vor neue Herausforderungen. Dies betrifft die Rolle von IKT in zwischenstaatlichen und innergesellschaftlichen Konflikten genauso wie ihr Potenzial zur Krisenbewältigung und -prävention. Hier entsteht ein Forschungsfeld von enormer Zukunftsrelevanz.

Die TU Darmstadt reagiert auf diese neuen Aufgaben unter Anderem mit der ausgeschriebenen Juniorprofessur „Wissenschaft und Technik für Frieden und Sicherheit“, welche zurück geht auf die intensiven Bemühungen von IANUS seit 1997 um die Etablierung von Stiftungsprofessuren für das Forschungsfeld der naturwissenschaftlich orientierten Friedensforschung.

In dem Projekt wird eng mit dem zu berufenden Juniorprofessor kooperiert werden. Ausschreibung

Projektbeteiligte

Name Raum Tel. E-Mail
Dr. Matthias Englert S3/04 102 06151/16-2873
Prof. Dr. Martin Ziegler S2/15 332a 06151/16-2688

Aktivitäten und Veröffentlichungen

- M. Englert, M, Ziegler: Cyberwar und Cyberpeace, Artikel in Hoch3. July 2013.

- M. Englert, Cyberdeterrence, Paper presented at the ISA Conference, San Francisco, April 2013.

Vorträge:

- M. Englert, Cyberdeterrence, FONAS Herbstkonferenz, am ZNF Hamburg, Sept. 2013.

- M. Englert, Cyberdeterrence, ISA Conference, San Francisco, April 2013.

 

Workshop Cyberpeace – Herausforderungen für Informatik in der Friedenswissenschaft

Donnerstag 11. April 2013, 12:30 Uhr bis Freitag 12. April 2013, 13:00 Uhr

Die Vorträge und Diskussionen des Workshops werden den aktuellen Forschungsstand umreißen und interdisziplinäre Forschungsrichtungen zwischen Informatik und Friedenswissenschaft ausloten. Ziel ist es, über die bereits etablierten Datensicherheitsthemen hinauszugehen und friedenswissenschaftliche Aspekte in das Zentrum einer Betrachtung zu stellen, die an der Schnittstelle von Technik und Politik konfliktvermeidende Forschungs- und Handlungsoptionen aufweist.

Die mögliche Bandbreite des Felds ist groß. Unter anderem umfasst es die offensive und defensive militärische Dimension informationsverarbeitender Technologien (Cyberwar, D-Waffen, Network Centric Warfare etc.), die Problematik des Dual-Use, technische Voraussetzungen für vertrauensbildende und rüstungskontrollpolitische Maßnahmen (Cyber Arms Control, Prävention, Verifikation, Attribution), der konflikteskalierende und potenziell friedensgefährdende Gebrauch von IKT auf staatlicher und substaatlicher Ebene (z.B. Sabotage), die Verletzlichkeit IKT-abhängiger kritischer Infrastruktur sowie deren Schutz, die Rolle von virtuellen Netzwerken zur zivilen Konfliktbearbeitung, Krisenmanagement bei Cyberangriffen, Sicherer Austausch und Handhabung kritischer Informationen zwischen Staaten, bzw. zwischen staatlichen und privaten Stellen (z.B. Whistleblowing) und der Einsatz virtueller Netzwerke zur zivilen Konfliktbearbeitung.

Programm

Die Vortragenden

Dr. Myriam Dunn Cavelty Technische Unterstützung für den Cyberfrieden
Prof. Dr. Hannes Federrath Staatlich organisierte Schutz- und Angriffssoftware
Dr. Sandro Gaycken  
Prof. Dr. Hans Jörg Kreowski Cyberpeace – eine zivile Antwort auf die Bedrohungen durch Cyberwar
Dr. Christof Leng Dual-Use-Problematiken im Kontext von Anonymisierungsdiensten und Botnetzen
Felix FX Lindner (Recurity Labs) Security is Privacy
Thomas Reinhold Möglichkeiten und Grenzen technischer Maßnahmen zur Sicherheits- und Vertrauensbildung im Cyberspace
Ingo Ruhmann Infowar: Fachexpertise als Herausforderung für politisches Gestaltungshandeln